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Mindelheimer Museen

 

 

 

Museen im Colleg

Schwäbisches Krippenmuseum – Textilmuseum – Südschwäbisches Archäologiemuseum- Carl-Millner-Kabinett - Sonderausstellungen - Geöffnet täglich außer Montag von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr

 

Das ehemalige Jesuitenkolleg (ab 1630 errichtet und bis 1773 von den Jesuiten genutzt) befindet sich seit 1980 im Besitz des Landkreises Unterallgäu. Die Stadt Mindelheim eröffnete dort 1986 in 16 Räumen des 2. Obergeschosses das Textilmuseum, 1989 im ersten Obergeschoss das Schwäbische Krippenmuseum. Im 2. Obergeschoss des Ostflügels wurde 1994 die neue Filiale der Archäologischen Staatssammlung eingerichtet. Das „Carl-Millner-Kabinett“ im Erdgeschoss ermöglicht seit 2008 die intensive Auseinandersetzung mit Werken des Malers Carl Millner (1825 – 1895). Regelmäßige Sonderausstellung in der Ausstellungshalle und den Studios im Erdgeschoss

 

Das Textilmuseum im 2. Obergeschoss des Textilmuseums geht auf die Stiftung von Frau Prof. Hilda Sandtner (1920 – 2006) zurück. Die aktuelle Neupräsentation bietet unter dem Titel: „Kleider machen Leute“ eine Übersicht über die Entwicklung der Mode vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Mehr als jede Beschreibung vermitteln originale Kleider und Roben gemeinsam mit Gemälden und kostbaren modische Accessoires Einblicke in das Lebensgefühl der verschiedenen Zeiten. Portraits stellen die Menschen und Charaktere jener Zeiten gegenüber, welche die jeweilige Mode getragen haben. Im Anschluss an den Weg durch rund 300 Jahre Modegeschichte folgt ein Kabinett, das als Schatzkammer für die wertvolle Spitzen- und Fächersammlung dient. Seit 2005 wird im Südtrakt die Abteilung "Der Glanz kostbarer Paramente – Kirchliche Prachtgewänder vom 15. Jh. bis zur Gegenwart“ präsentiert, die von Messgewändern bis hin zu Altarinszenierungen reicht. In sechs Wohnräumen – vom Wohnzimmer bis zum Kinderzimmer – sind in der 2007 eröffneten Abteilung "Wohnkultur von 1850 bis 1920" Einrichtungen mit originalen Möbeln, mit textilen- und anderen Accessoires üppig inszeniert, um die meist verloren gegangenen Raumkunstwerke jener Zeit nachzuempfinden. Die Schwerpunkte liegen in dieser Abteilung auf Stickereien aller Art. Darunter sind Handarbeiten, die Frauen der oberen sozialen Schichten für den eigenen Wohnbereich schufen wie auch Arbeiten von berufsmäßigen Stickerinnen. Sticken und Näharbeiten gehörten seit Jahrhunderten zur Grundausbildung der Mädchen in allen gesellschaftlichen Bereichen, vor allem aber in den bürgerlichen und adeligen Familien. So vermittelten reine Mädchenschulen wie die der „Englischen Fräulein“ neben einer profunden Schulbildung auch jene „weiblichen Fertigkeiten“ auf hohem Niveau, wie beispielsweise die Mustertücher zeigen. Der Gestaltungswille durchzog alle Bereiche häuslichen Lebens bis hinein in die Küche, die Waschküche und das Bügelzimmer. Erfahrungsgemäß haben sich Einzelobjekte jener Zeit noch bis heute in Familienbesitz erhalten. Im Blick darauf könnte die neue Abteilung auch ein Beitrag dazu sein, die Schönheit dieser Dinge wieder zu entdecken und sie zu erhalten.


Das Schwäbische Krippenmuseum bietet einen Überblick über die Entwicklung der Bilderwelt um Kindheit und Passion Jesu Christi im süddeutschen Raum. Skulpturen, Klosterarbeiten, Hinterglasbilder, Andachtsgraphik und Wachsstöcke veranschaulichen die Entstehung der verschiedenen Frömmigkeitsbereiche vom 15. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert. Madonnenskulpturen, Tafelgemälde und Grafiken verweisen auf die reiche Bildtradition, aus der die späteren Weihnachtskrippen geschöpft haben. Besonders greifbar wird die Jesuskindverehrung in den zahlreichen Jesuskindfiguren, verbunden mit kostbaren Klosterarbeiten. Schließlich geben opulent inszenierte kirchlich und bürgerliche Krippen vom 18. jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert einen Überblick über die reiche Formenpalette schwäbisch-bayerischer Krippenkunst.

 

Das Südschwäbische Archäologiemuseum – ein Zweigmuseum der archäologischen Staatssammlung München - im Dachgeschoss des ehemaligen Jesuitenkollegs hat die Besiedlungs- und Kulturgeschichte des Allgäus zum Thema und umfasst den Zeitraum von der Eiszeit bis ins frühe Mittelalter. Ausstellungsschwerpunkt für die Jungsteinzeit ist die Siedlung von Pestenacker mit der Rekonstruktion des Bodens eines 5500 Jahre alten Wohnstallhauses. Auch die Darstellung der Römerzeit, in deren Mittelpunkt die Zeugnisse auf dem Auerberg stehen, ist durch Rekonstruktionen und Inszenierungen illustriert, u.a. durch den Nachbau eines Reisewagens und der Apsis des Badegebäudes der villa rustica von Schwangau. Den Abschluss des Rundganges bildet die Präsentation der eindrucksvollen Funde aus dem alamannischen Ortsgräberfeld von Mindelheim

 

Heimatmuseum im Kloster Heilig Kreuz (Hauberstraße 2)

Das Heimatmuseum (gegründet 1903) befindet sich seit 1948 im Gästetrakt des Franziskanerinnenklosters Hl. Kreuz. Die barocken Raum- und Gangfolgen beherbergen in reicher Fülle Exponate und Dokumentationen, die die Geschichte der adeligen Stadtherren Mindelheims sowie die Geschichte der Stadt mit ihrer bürgerlichen Kultur und dem bäuerlichen Umfeld lebendig werden lassen. Weitere Sammlungsschwerpunkte bilden kostbare Zeugnisse kirchlicher Kunst vom 15. Jahrhundert bis in das 19. Jahrhundert, der Volkskunst, des Brauchtums und des Handels. Ein eigener Raum ist Schmuck und Hausrat gewidmet mit Fayencen, Gläsern, Porzellan und Zinn. Adelige, bürgerliche und bäuerliche Interieurs vermitteln Eindrücke des Wohnens vom 16. bis in das 19. Jahrhundert. Die Spielzeugsammlung der Stadt Mindelheim beansprucht mit Puppenküchen und Puppenstuben, Kaufläden sowie Kasperltheatern einen eigenen Raum.

 

Geöffnet: jeden Donnerstag und 2. Sonntag im Monat 14 - 17 Uhr

Sonderöffnungszeiten bis 19.12.2010 Do. bis So. 14.00 bis 17.00 Uhr

 

Turmuhrenmuseum in der ehem. Silvesterkirche (Hungerbachgasse 9)

Mit rund 50 Turmuhren von über 30 Herstellern aus der Zeit von 1562 bis 1933 ist die Sammlung des Turmuhrenmuseums in der ehemaligen Silvesterkirche Mindelheims die erste und reichhaltigste in der Bundesrepublik. Das Museum wurde 1979 von dem Mindelheimer Lehrer Wolfgang Vogt aufgebaut und seither zweimal erweitert. Der Schwerpunkt liegt auf handgeschmiedeten Uhren – von der kleinen Giebeluhr eines bäuerlichen Anwesens bis zur 1000 kg schweren Turmuhr. Präzisionsuhren aller bedeutenden Firmen des süddeutschen Raumes verdeutlichen das stete Bemühen um eine immer größere Ganggenauigkeit. Die Nachbildung einer astronomischen Uhr (1529) zeigt neben dem Lauf der Sonne, des Mondes und vieler anderer Indikationen auch die Finsternisse an. Im 48 Meter hohen Kappelturm kann der Besucher eindrucksvoll erleben, wie Turmuhrenwerke einst ihren Dienst als Zeitmesser geleistet haben. Hier schwingt auch die Uhr mit dem zweitlängsten Pendel der Welt im Fünf-Sekunden-Takt.

 

Geöffnet: jeden Mittwoch und letzter Sonntag im Monat von 14 - 17 Uhr

 

Mehr Informationen: www.mindelheimer-museen.de